Sie kennen das vielleicht: Sie freuen sich auf Ihren wohlverdienten Urlaub. Vorab knien Sie sich noch einmal richtig rein, um geschäftlich und privat alles vor der Auszeit erledigt zu bekommen. Dann geht es los, Sie gehen in die Ferien und nach ein paar Tagen werden Sie krank. Warum ist das so? Und was können Sie tun?

Stress verlangt nach Bereitstellung von Energie

Wenn Sie einer Stresssituation ausgesetzt sind, schüttet ihr Körper das Stress-Hormon Cortisol aus. Dieses sorgt dafür, dass in Ihrem Körper Energie mobilisiert wird, um mit der Situation fertig zu werden. In der Leber wird Glukose bereitgestellt, damit Ihr Hirn die richtigen Entscheidungen treffen kann und schließlich Ihre Muskeln die getroffene Lösung umsetzen. Das macht dann Sinn, wenn Sie im Busch einem wilden Tier entkommen wollen. Im Büro laufen Sie aber nur maximal zum Drucker. Der Körper macht da keinen Unterschied, ob die Bedrohung im hohen Gras sitzt oder im Nachbarbüro.   

Cortisol fährt Ihr Immunsystem herunter

Wollen Sie dem wilden Tier entkommen, benötigen Sie dafür möglichst alle vorhandene Energie. Sie wollen ja überleben. Cortisol sorgt also auch dafür, dass ihr Immunsystem herunter gefahren wird, weil Hirn und Muskeln alle Energie benötigen. Kritisch wird es vor allem, wenn Sie sich Dauerstress aussetzen, denn dann ist auch ihr Cortisolpegel langfristig hoch.

Im Urlaub darf ihr Immunsystem wieder arbeiten

Im Urlaub gehen Sie dann in Entspannungsmodus. Cortisol wird abgebaut und das Immunsystem bekommt nun die „Erlaubnis“ wieder aktiv zu werden und alles zu reparieren, was in der Zwischenzeit an „Schäden“ angefallen ist. Sie werden krank. Je länger die Stressphase vor dem Urlaub, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Körper sich mit Symptomen meldet.

Was Sie tun können?

Sorgen Sie dafür, dass Stress nur kurzfristig auftritt und Sie immer wieder Ruhephasen kommen. Dann hat Ihr Immunsystem immer wieder die Chance aufzuräumen und Sie können Ihren nächsten Urlaub genießen.